Sonntag, 22. Juli 2018

Am Moselradweg von Trier nach Bernkastel-Kues, Tag2

Der Morgen kündigt wieder einen herrlichen Sommertag an- wie kann es auch anders, denn wir befinden uns wirklich in einem so genannten "Jahrhundertsommer", auch wenn ich die Sorgen und Nöte der Menschen, die dringend auf Niederschläge angewiesen sind, sehr gut nachvollziehen kann. Nachdem wir gefrühstückt und unsere "Pferde" gesattelt haben, legen wir selbstverständlich einen Abstecher zur Porta Nigra ein. Bei der Gelegenheit machen wir in der Fußgängerzone einen Getränkestopp an einem Supermarkt. Wir fahren wieder zur Mosel und folgen ihr mit Spannung, denn jede Kurve, jeder Kilometer zeigt eine weitere Facette und ein weiteres tolles Motiv, welches man auf eine Postkarte drucken könnte und das auch bestimmt schon getan hat. Wir passieren Ruwer, ein (wirklich kleiner) Ort, der für mich bisher lediglich als Bezeichnung für eine Weinregion stand. Nachdem wir der A602 & der L145 ein Stück weit folgen (ein nicht so schönes Stück), führt schließlich der Weg hinter der Unterquerung der A1 bei Schweich wieder direkt an die Mosel (Kirsch). Hier machen wir auf einer Bank am Radweg eine längere Pause, stellen Franks Packtaschen richtig ein und geniessen den am gegenüberliegenden Ufer steil aufragenden "Mehringer Berg". In Thörnich führt der Weg vorbei an einer "Straußwirtschaft", wo wir uns mit einer Vesper bestehend aus Flammkuchen, belegtem Brot und Traubenschorle stärken. Es geht weiter vorbei an Ortschaften, wie Köwerich, Leiwen und Neumagen-Dhron, die sicherlich alle auch mehr Erwähnung finden dürften, aber ich beschränke mich hier auf einige wenige, für uns während dieser Fahrt relevante Punkte. Bei Mülheim a.d.M. legen wir dann am Nachmittag eine klassische Kaffee&Kuchenpause ein, da wir für unser Gefühl noch ein gutes Zeitpolster besitzen. Nach der Weiterfahrt kommt bald die Burg Landshut, das Markenzeichen von Bernkastel-Kues in Sicht. Wir kommen unter im Hotel Binz, welches direkt an dem mit zahlreichen alten Fachwerkhäusern gespicketen Marktplatz liegt, wo wir abends auch speisen und im Anschluss noch an der Mosel sitzen und den Tag Revue passieren lassen.
Kolping-Hostel "Warsberger Hof"
Porta Nigra
Mehring
Marktplatz Bernkastel-Kues
Wie im Märchen
...wieder lecker!

Am Moselradweg von Perl nach Trier, Tag 1



Es ist mal wieder soweit! Wir haben lange auf die alljährliche Fahrt hingefiebert, die uns dieses Mal entlang der Mosel führt. Als ich mich am Montag, 16.07. 2018 gegen 6 Uhr auf den Weg mache, lacht schon die Sonne und ich weiß, dass uns in diesem Jahr das Wetter hold sein wird. Gegen 6.30 Uhr komme ich bei Frank an und wir geniessen noch eine heisse Tasse Kaffee. Damit wir schon etwas radeln können und nicht am Bahnsteig in Salzbergen die Räder die Treppen hochwuchten müssen, beschliessen wir direkt zum Bahnhof nach Rheine zu fahren. Die Strecke dorthin führt über Hummeldorf und Bentlage, gestaltet sich sehr kurzweilig und ist sehr schön. Von dort aus geht es mit dem Intercity nach Koblenz. Unterwegs erfahren wir vom Schaffner, dass es sich um einen Erssatzzug handelt, der dann in Köln wieder getauscht wird, also einmal mehr umsteigen. In Koblenz besteigen wir die Regionalbahn, die uns bis an unseren Ausgangspunkt, Perl an der deutsch-französischen Grenze, bringt. Dadurch, dass wir in Koblenz unseren Anschlusszug nicht mehr erreichen, kommen wir dort erst gegen 14.45 Uhr an und nehmen die ersten 50 Kilometer entlang der Mosel unter die Räder. Wir fahren rechtsseitig und sehen auf der anderen Seite den kleinen Weinort Schengen, dessen Namen durch das gleichgenannte Abkommen der Europäischen Union Berühmtheit erlangte. Während unserer Fahrt wird schnell klar, wie schön und komfortabel dieser Radweg zu fahren ist. Darüber hinaus fahren wir immer wieder an Weinfeldern und -hängen vorbei, was sich in den kommenden Tagen auch nicht ändern wird. Um Konz herum legen wir eine ausgiebige Kaffeepause in einem der zahlreichen Cafés entlang des Wegs ein. Ich rufe vorsorglich in der Unterkunft für die heutige Nacht an und melde, dass wir uns ein wenig verspäten werden. Schließlich erreichen wir Trier und treffen in dem Kolping-Hostel "Zum Warsberger Hof" ein. Ich erledige die Formalitäten und wir machen uns "Abendfein". In einem Lokal in der Nähe auf dem Marktplatz lassen wir uns Schnitzel, Wolfsbarsch und Bier schmecken.
Warten in Koblenz
Rast bei Palzem
Weinberg in Wormeldingen
Grenze
In Trier
hmmmmmh...
Der Frankenturm
 

Freitag, 13. Juli 2018

Freitagsrunde 7/7



Vier Tage auf dem Ruhrtalradweg 3/7

Von Montag bis Donnerstag (9.-12. Juli) befuhren meine Frau und ich den Ruhrtalradweg von Winterberg bis Duisburg über 235 Kilometer. Für meine Frau war es die erste wirklich längere Radtour. Es begann mit der Zuganreise nach Winterberg. Diese startete um 8.14 Uhr von Leschede aus und verlief über Münster und Dortmund zum Zielort im Sauerland. Dort angekommen (12.24 Uhr), starteten wir hinauf zur Ruhrquelle, dem offiziellen Startpunkt der Tour. Wir radelten die ersten 10-15 Kilometer fast immer bergab und zunächst auf schottrigen Wegen, bevor dann die erste Rast bei Wiemeringhausen angesagt war. Vor Meschede erwarteten uns noch ein paar Steigungen, die wir aber dank unserer elektrischen Unterstützung problemlos meisterten. In Meschede legten wir eine Kaffeepause ein und buchten telefonisch ein Hotelzimmer in Arnsberg. Dort trudelten wir dann gegen 17 Uhr ein. Der Tag wurde mit einem Abendessen in einem italienischem Restaurant beendet.
Bei Wiemeringhausen
Arnsberg
Unsere Unterkunft
Der Dienstag war (fast) ein einziger Regentag. Schon bald nach dem Start mussten wir unsere Regenjacken anziehen. Es "pieselte" den gesamten Vormittag und nachdem gegen 14 Uhr Schwerte in Reichweite kam, beschlossen wir irgendwo einzukehren und und uns bei der Gelegenheit "trockenzulegen". Eine Pizzaria wurde zu diesem Zweck geentert. Danach ließen wir uns eine Pizza schmecken. Außerdem reservierte ich in Herdecke ein Hotelzimmer für die kommende Nacht. Die letzten 20 Kilometer des Tages erreichten wir ohne abermals nass zu werden. Nachdem wir uns in einer Bäckerei mit unserem Abendbrot eingedeckt hatten, schauten wir uns dann das erste Halbfinalspiel der Fußballweltmeisterschaft an, welches Frankreich mit 1:0 gegen Belgien gewann.
Ansicht Arnsberg
Pause vom Regen
Herdecke
Am Mittwoch starteten wir nach dem Frühstück gegen 9.45 Uhr bei Sonnenschein. Der heutige Tag versprach zumindest bis zum Nachmittag trocken zu bleiben. Wir umfuhren langsam den Hartkortsee auf Wetter zu. Hinter Witten überquerten wir die Ruhr mit der Fähre. Am Kemnader See machten wir eine Kaffeepause. Auf dem See paddelte schon eine Gruppe von Schülern, die offensichtlich ihren Wandertag genossen. Weiter ging es über Hattingen in Richtung Essen, wo wir bei Steele im "Bootshaus Ruhreck", welches direkt am Ruhrtalradweg liegt, eine längere Pause einlegten. Uns hatte das Schild: "Aus unserer Suppenküche" gelockt und das Versprechen gehalten. Dazu noch eine sehr nette Bedienung-so soll es sein! Während der Pause buchten wir unser nächstes Hotelzimmer in Werden. Dort trudelten wir nach 65 Kilometern ein, wie sich herausstellte keine Minute zu früh, denn jetzt fing es zu regnen an. Ein Essen im hoteleigenen Restaurant und das Halbfinalspiel England-Kroatien (0:1) rundeten den Tag ab.
 
Ruhr in Wetter

Ruhrfähre vor dem Kemnader See

Mediteranes Flair bei Welper

Wasserkaskaden in Hattingen

Leckere Rast im "Bootshaus Ruhreck"

Villa Hügel
Am Donnerstag starteten wir gemächlich in Richtung Kettwig, denn der heutige Abschnitt sollte der kürzeste der gesamten Tour werden. Wir hielten zwischen Werden und Kettwig ein paar Mal an, zum Einen um ein geeignetes Foto zu schießen, zum Anderen um uns unserer Jacken zu entledigen, denn es war bereits warm. Hinter Kettwig ging es durch Kornfelder und vorbei an Pferdewiesen weiter zur Ruhrtalbrücke der A52 bei Mintard. In Mülheim begegneten uns unzählige Schulklassen, teils mit Rad aber überwiegend zu Fuß auf dem Radweg. Wir durchquerten die Stadt über den Darlington-Park und radelten vorbei am Wasserturm "Aquarius". Danach folgte das wohl unattraktivste Stück des gesamten Ruhrtalradwegs direkt entlang der A40. Über den Ruhrdeich hinter Oberhausen fuhren wir auf Ruhrort zu. Einen Zwangsstopp mussten wir zusammen mit einigen Radlern dann noch einlegen, weil ein Viehtrieb über den Radweg etwas Zeit in Anspruch nahm. Nun brachen die wirklich letzten Kilometer an und schließlich erreichten wir nach 235 Kilometern die Rheinorange bei der Mündung der Ruhr in den Rhein.
Hinter Werden

Ruhrpartie in der Morgensonne

Der Rhein

Nach 235km-geschafft!

Montag, 2. Juli 2018

Cliquenradtour 2018 17/6


Wenn Engel reisen... So müsste mein Bericht über die diesjährige Cliquenradtour eigentlich anfangen. Schon das Wetter konnte man getrost als das bisherige Highlight in der Historie unserer Fahrten bezeichnen und es war schließlich bereits unsere Tour Nr.6! Dennoch gab es zu Beginn der Fahrt am Samstag, 30.06. einen leichten Dämpfer, denn als wir uns beim Haus Hovesaat in Rheine mit zwei Radlern trafen, um dann als komplettierte Gruppe zu starten, verabschiedete sich der Schlauch im Reifen eines Teilnehmers mit einem lauten Knall, so dass nur noch eine Talkumwolke zu sehen war. Nach der Reperatur ging es über den Dortmund-Ems-Kanal nach Dreierwalde. Über Hörstel radelten wir zum "Nassen Dreieck", wo wir eine Getränkepause einlegten. Diesen Gedanken hatten offensichtlich auch andere Radler, die es sich hier gutgehen ließen.
Wir folgten dem Kanal bis Riesenbeck und durchquerten den Ort in Richtung Saerbeck. Zwischendurch legten wir gelegentlich eine kurze Getränkepause ein. Nachmittags erreichten wir dann unser Etappenziel Hembergen, wo wir im "Alten Gasthof Lanvers" eincheckten und den Abend bei gutem Essen und dem Achtelfinalspiel Uruguay-Portugal (2:1) ausklingen ließen.   
Der Sonntag (01.07.) startete wieder mit strahlendem Sonnenschein und einem stärkenden Frühstück. Wir hatten aufgrund des Streckenplans (ca.40 Kilometer) Zeit und so fuhren wir erst gegen 10.30Uhr in Richtung Emsdetten los. Auch an diesem Tag wehte wieder ein frischer Wind, der uns jetzt allerdings mehr in den Rücken wehte. Wir radelten in Emsdetten durch den Emsauenpark und hielten anschließend auf Isendorf zu. Hier gab es mit dem Stopp bei der Familie Dieckmann in der Isendorfer Hausbrauerei das erste Highlight des Tages. Wir ließen uns die hauseigenen Biere schmecken (u.a. Red Ale, obergäriges Dunkel) und genossen das herrliche Wetter. Danach ging es nach Mesum und Hauenhorst, wo wir auf die "Radbahn Münsterland" abbogen und bis Rheine fuhren. In Bentlage legten wir einen weiteren Stopp am "Delsen" ein. Den Abschluss gestalteten wir in Salzbergen im "EX", wo wir bei Pizza und Getränken das Achtelfinalspiel Spanien-Russland (3:4 n.E.) schauten und die Tour 2018  ausklang. Somit trifft die Aussage zu Beginn dieses Berichts vollends zu.  
Samstag, 30.Juni
Pause hinter Dreierwalde

Am "Nassen Dreieck"

Erfrischung im "Alten Gasthof Lanvers"

Abendessen
Sonntag, 01.Juli

Abfahrt
Pause

Theorie...

... und Praxis


Pause an der Ems in Rheine

Essen und WM schauen